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Globale Ausbeutung stoppen: Unternehmen in die Pflicht nehmen!
©Noli Masango

Globale Ausbeutung stoppen: Unternehmen in die Pflicht nehmen!

In Zulieferbetrieben deutscher Unternehmen herrschen teils katastrophale Arbeitsbedingungen, Menschen-rechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Die Unternehmen ignorieren das, denn sie profitieren davon. Die neue Bundesregierung muss handeln. Sie muss Unternehmen gesetzlich verpflichten, für die Einhaltung von Menschenrechten zu sorgen.

Giftige Pestizide auf Bananenplantagen in Ecuador, Hungerlöhne für Arbeiter/innen auf costa-ricanischen Ananasfeldern sowie die von der Make Fruit Fair-Partnerorganisation Oxfam jüngst aufgedeckte Diskriminierung von Frauen auf Weinfarmen in Südafrika: Ausbeutung und Verletzungen von Menschenrechten in der Lieferkette deutscher Supermärkte und anderer Unternehmen sind keine Einzelfälle und geschehen an vielen Orten auf der ganzen Welt.

Doch deutsche Supermärkte wie Lidl, Aldi, Edeka und Co., bei denen Tropenfrüchte und Wein schließlich in den Regalen liegen, interessiert das wenig. Sie kümmern sich lieber um Profite als um Menschenrechte. Kaum ein Unternehmen ergreift angemessene Maßnahmen, um Menschenrechte zu schützen. Warum auch? Sie profitieren von Hungerlöhnen, Unterdrückung von Gewerkschaftsfreiheit und Pestizideinsatz in den Zulieferbetrieben. Rohstoffe und Handelswaren bekommen sie so besonders günstig.

Die bisherigen Bundesregierungen ließen das Thema links liegen und verließen sich auf freiwillige Maßnahmen der Unternehmen. Ein Hohn. Denn genützt hat diese Strategie nur den Unternehmen, die eine gesetzliche Verankerung um jeden Preis vermeiden wollen. Schluss damit! Oxfam fordert, dass die neue Bundesregierung Unternehmen zum Schutz der Menschenrechte im eigenen Unternehmen, bei Tochter- und Partnerunternehmen gesetzlich verpflichtet.

Das französische Parlament ist mit gutem Beispiel vorangegangen: Frankreich hat zu Beginn des Jahres als erstes europäisches Land ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen eingeführt. Deutschland muss als größte Wirtschaftsmacht in Europa jetzt nachziehen und so selbst zum Vorbild werden.

Unterstützen Sie die Forderung jetzt! Dieses wichtige Gesetzesvorhaben muss in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden.

Zum Aufruf an die künftige Bundesregierung.

Quelle: Oxfam