Kampagne

Warum eine Kampagne zu tropischen Früchten?

Die Nachfrage nach tropischen Früchten wächst. Die Macht der Supermarktketten und multinationalen Fruchtkonzerne auch. Doch die Bedingungen für die Produzenten und Arbeiter/innen in den Ländern des Südens sind häufig schlecht. Um das zu ändern, müssen Regierungen und Unternehmen weltweit aktiv werden.

Neunzehn Organisationen aus aller Welt setzen sich im Rahmen der internationalen Kampagne „Make Fruit Fair!“ gemeinsam für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein. Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) aus Europa arbeiten in enger Partnerschaft mit Kleinbauern-Verbänden und Plantagenarbeiter-Gewerkschaften aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Hunderttausende Menschen, die jene tropischen Früchte anbauen, ernten und verpacken, die wir täglich kaufen.

Zu den wichtigsten Beispielen zählen Bananen und Ananas. Bananen sind die meistgehandelten Früchte weltweit und werden in mehr als 150 Ländern angebaut. Jährlich werden rund 110 Millionen Tonnen Bananen produziert. Der internationale Handel mit Ananas wächst sehr schnell. Mehr als die Hälfte der Ananas wird schon für den Export produziert.

Die Verletzung von Arbeitsrechten und mangelhafter Umweltschutz sind in der Bananen- und Ananas-Produktion (so wie in der Produktion anderer tropischer Früchte) häufig an der Tagesordnung; und in vielen Fällen verschlechtert sich die Situation sogar.

Worum geht es in der Kampagne?

  • Förderung fairer und nachhaltiger Beschaffung von tropischen Früchten.
  • Durchsetzung von Arbeitsrechten und Umweltschutz in Produktionsländern.
  • Die Anliegen unserer Partner aus den Produktionsländern bei uns hör- und sichtbar machen.
  • Brücken zwischen Menschen in Produktionsländern und Konsumentenländern zu bauen.
  • Neue Formen internationaler Handelspolitik und -praxis zu unterstützen.

Wofür setzt sich die Kampagne ein?

Make Fruit Fair demonstrationWir wollen, dass Supermärkte als machtvollste Akteure in der Beschaffungskette faire Preise an ihre Zulieferer zahlen, die die Kosten nachhaltiger Produktion decken.

Wir fordern Fruchthandelskonzerne und Supermärkte dazu auf:

  • Die Zahlung existenzsichernder Löhne und Preise auf den Plantagen zu gewährleisten, von denen sie tropische Früchte beschaffen.
  • Gleichen Zugang für Frauen zu Arbeit und Ausbildung sicherzustellen.
  • Die Einhaltung von Arbeitsrechten zu garantieren, einschließlich des Rechtes, sich in unabhängigen Gewerkschaften zu organisieren.
  • Für den Schutz der Umwelt und eine Verringerung des Einsatzes hochgiftiger Pflanzenschutzmitteln zu sorgen.

Wir fordern von den Regierungen:

  • Den Missbrauch der Einkaufsmacht der Supermärkte zu beenden.
  • Sicherzustellen, dass Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haftbar gemacht werden können.
  • Eine Politik für faire und nachhaltige Fruchtproduktion zu unterstützen.

Um diese Kampagne erfolgreich zu machen, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Sie als Konsument/in haben die Macht, politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zu beeinflussen. Diese sind für eine Verbesserung der Situation in der Beschaffung von tropischen Früchten verantwortlich.

Sie können über Ihren verantwortungsvollen Einkauf fairen Handel und nachhaltige Produktion unterstützen! Machen Sie mit!